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Stadtteilpflege Altona

In Hamburg wird bereits seit Jahren über das Thema saubere Stadt diskutiert. In einem so dicht besiedelten Stadtteil wie Altona treten die damit verbundenen Probleme besonders deutlich zutage. Grünanlagen verwahrlosen, öffentliche Flächen werden verschmutzt und vernachlässigt und sind für die Allgemeinheit teilweise nicht mehr nutzbar. Die Arbeit der zuständigen städtischen Einrichtungen allein reicht nicht aus, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Viele MitbürgerInnen in Altona sind bereit, für Ihre Umgebung Mitverantwortung zu übernehmen und sich für die Verbesserung Ihres Wohnumfeldes einzusetzen. Bisher fehlten jedoch AnsprechpartnerInnen, an die sie sich wenden konnten.

Im August 1998 wurden durch die Vereine Nutzmüll e.V. und Jugendhilfe Ottensen (JHO) - mit Unterstützung des Arbeitsamtes Hamburg, der Behörde für Arbeit, Gesundheit und Soziales, der Umweltbehörde, des Bezirksamtes Altona und der Stadtentwicklungsbehörde im Rahmen des Projektes Stadtteilpflege Maßnahmen für die nachhaltige Verbesserung des Stadtbildes umgesetzt.

Hierzu wurde, finanziert durch die Umweltbehörde, zunächst durch das Ingenieurbüro C. Drapal der Ist-Stand im Stadtteil erhoben (Reinigungssituationen, Verschmutzungsschwerpunkte, Ursachenanalyse durch Bürgerbefragung etc.), um daraus folgernd einen angemessenen Maßnahmenkatalog planen und umsetzen zu können.

Durch regelmäßige und bedarfsgerechte Säuberung von Verschmutzungsschwerpunkten wurden seit Projektbeginn von den Nutzmüll-Stadtteilpflegern zusätzlich 2.333 Kubikmeter Müll, das sind etwa 11.665 blaue Müllsäcke, im Quartier eingesammelt (Stand: 31.12.06).

Zusätzlich wurden u.a. folgende Maßnahmen durchgeführt.

Getränkedosen - Pfandaktion
Viele Menschern ärgern sich über herumliegende Getränkedosen, die achtlos in die Landschaft geworfen wurden. Ziel der Aktion war die Sensibilisierung und Aufklärung von Schülern für bzw. über die Themen Ökobilanz und Entsorgung von Getränkedosen, sowie ihre Aktivierung für eine verbesserte Lebensqualität und größere Sauberkeit in ihrem Stadtteil. Deshalb wurde zusammen mit der Schule Arnkielstraße (613 SchülerInnen) vom 21.09. - 09.10.98 eine Getränkedosen-Pfandaktion durchgeführt. Als Sammelmotivation wurde über drei Wochen ein symbolisches Pfand von 10 Pfennig pro eingesammelter und abgegebener Dose ausgezahlt. Das stolze Endergebnis:
34.299 eingesammelte Dosen. Das entspricht einer Dosenschlange von einer Länge von 4,1 km.

Müllschieber
Was gehört wohin? Der Müllschieber enthält in kompakter Form alle wesentlichen Informationen über Entsorgungsmöglichkeiten im Stadtteil. Durch ziehen oder schieben des Innenteils erscheint die gewünschte Information im entsprechenden Fenster des patentierten Müllschiebers.

Von Altglas bis Weihnachtsbäume werden die Möglichkeiten der Abfallentsorgung in kurzen Stichworten dargestellt. Die Rückseite informiert über Abholzeiten der Straßensammlung, Termine für den Umweltbus, Info-Hotlines, Öffnungszeiten der Recyclinghöfe. Auf einer Straßenkarte ist die Lage von Sammelcontainern abgebildet.

Der Müllschieber wurde zweisprachig (deutsch-türkisch) an sämtliche Haushalte im Projektgebiet verteilt und, wie eine nachträgliche Befragung ergab, begeistert angenommen.

Bemalung von Straßenpapierkörben
Als Ergebnis einer Bürgerbefragung war festzustellen, dass im Projektgebiet zu wenig Straßenpapierkörbe vorhanden sind (80% der Nennungen). In zuvor untersuchten Straßenzügen (v.a. Schulwegen) wurde von Nutzmüll inzwischen eine Papierkorbverdichtung vorgenommen. Acht zusätzliche Behältnisse wurden von SchülerInnen der Schule Arnkielstr. in einem Malwettbewerb künstlerisch gestaltet und vom damaligen Umweltsenator Porschke im Rahmen des 1. Umweltfestes prämiert.

Sponsoren der Schülerpreise waren Hagenbecks Tierpark, das Bäderland und der Rowohlt Verlag.

Zwei Stadtteil- und Umweltfeste in Altona-Nord
Nach dem großen Erfolg des 1. Umweltfestes Altona-Nord wurde zur noch besseren Bürgerinformation und -aktivierung in Sachen Müll am 01.07.00 in der Zeit von 14.00 - 22.00 Uhr das zweite Stadtteil- und Umweltfest Altona-Nord im Alsenpark durchgeführt. Das Programm reichte von einer Müllsammelaktion, der Selbstdarstellung von 28 Stadtteilinitiativen und Umweltverbänden bis hin zu viel Spiel, Musik, Sport und Spaß.

 

 

 
Wir tun etwas, damit Sie sich über einen solchen Anblick nicht mehr ärgern müssen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Umweltsenator Alexander Porschke packte bei der Pfandausgabe fleissig mit an

 

 

 

 

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